• Michelle Reznicek

Erster Freitag. Welcome to the jungle

Aktualisiert: Mai 15

Wer hätte das gedacht? Als ich darüber nachdachte habe diesen Blog ins Leben zu rufen, habe ich nicht daran gedacht, dass ich an einem Freitagabend während des Lockdowns machen würde. Doch wer hätte überhaupt an einen Lockdown gedacht? Das Wort habe ich zum ersten Mal gehört.

Für einen introvertierten Menschen wie mich ist es im ersten Moment gar kein so grosser Unterschied. Einzig das es eben gar kein sozialer Kontakt mehr gibt. Nicht einmal, Telefongespräche, keine What's up oder Sms. Das habe ich davor nie getan. Und tue ich auch jetzt nicht. Weil ich gar nicht weiss wie man das eigentlich macht. Nicht falsch verstehen - ich weiss schon wie man eine Sms schreibt - aber wie? Vor allem, warum? Warum eine Sms schreiben? Schliesslich habe ich doch gar keinen vernünftig Grund.

Als schreibender Mensch, könnte man meinen ich würde die Zeit kreativ nutzen - endlich ohne Ablenkungen. Ja. Ohne Ablenkung. Ganz allein mit seinen Gedanken unter dem Sternen die auf einmal näher erscheinen, als die Menschen.

Es ist sehr still.

Mir fehlt das Gerede. Ich mag es im Zug zu sitzen und Menschen zu sehen. Sie kommen und gehen zu sehen, ihre unterschiedliches Sein zu beobachten. Ein Tropfen im Stroms des Lebens zu sein. Das inspiriert mich. Doch nun ist alles irgendwie still. Sogar meiner Inneren Stimme ist es zu langweilig um zu reden.

Ich gehen Punkt für Punkt durch meine To-do-Listen um nicht ganz in der Stille zu vergehen. Und dann schimpfe ich wieder innerlich - denn andere geht es viel schlechter. Andere trifft es viel schlimmer.

Aber - Vielleicht ein kleines Lebenszeichen von mir, ins grosse All hinaus. Wer auch immer sich da draussen ein wenig einsam fühlt, ihr seit nicht allein.

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Bilder: Mary Hong