• Michelle Reznicek

Lieblingsbücher = Lebensbücher?


Lieblingsbücher - Lebensbücher


Bücher. Wir verbringen mit ihnen viel wunderbare Zeit unseres Lebens. Nicht nur dann, wenn wir sie in Händen halten, sondern auch danach.

Die Geschichte bleibt in unserem Geist haften. Die Worte fügen sich in unseren Wortschatz und unsere Gedankenwelt wird um ein Türchen reicher.


Obwohl das Smartphone nun überall der Vorreiter zu sein scheint, sehe ich sie heute noch. Die zerfledderten Bücher, im Zug, im Tram, und sogar manchmal im Café, in Händen von Menschen deren Blicke in eine andere Welt gehen.


Oftmals versuche ich einen Blick auf den Titel zu erhaschen, nur um zu sehen, was für ein Buch es ist, und ob ich es vielleicht selbst einmal gelesen habe. Zu sehen, wer was liest, ist unheimlich spannend. Denn es ist ein Fenster in die Gedankenwelt eines Menschen.


Ziemlich oft sehe ich dann, dass der betreffende Mensch einen Krimi oder Triller liest – und immer stellte ich mir vor, wie ein Unbekannter in ihren Gedanken ein blutiges Messer hebt. Seltsam wenn da eine Hausfrau, ein Banker oder ein Student sitzt.

Ich habe nie verstanden warum jemand einen Krimi liest. Natürlich – ich kenne den Nervenkitzel der von diesen Büchern ausgeht. Doch bei all dem was in der Welt geschieht scheint es mir überflüssig von Mord und Totschlag zu fantasieren, wenn man ihn im echten Leben oft genug hat. Aber bekanntlich: Jedem das seine.

Habt ihr auch wie ich, als Kind schon Mal versucht im Gehen zu lesen? 😉 Bei Büchern die ihr einfach nicht mehr aus der Hand legen konntet?


Hand aufs Herz wer ist dein Lieblingsautor?

Schwer zu sagen. Ich habe eigentlich nur Lieblingsbücher und keine Lieblingsautoren. Schliesslich ist es wie mit Popmusikern. Nur weil mir ein Lied gefällt, müssen es längst nicht alle davon tun. Aber ich wills versuchen.

In meiner Jungend habe ich fast alle Bücher von Heike und Wolfgang Hohlbein und Paul Stewart gelesen.

Ich bin ein grosser Harry Potter Fan – daher habe ich alle Bücher von JK. Rolling gelesen. Später habe ich alle Bücher von Melissa Maar verschlungen.

Heute liebe ich die Bücher von Patrick Rotfuchs. Seine Bücher Der Name des Windes; Die Furcht der Weisen, und die Melodie der Stille, haben mich wieder daran erinnert warum ich so gerne Fantasys gelesen habe. (das dritte Buch lässt schon ewig’s auf sich warten. )


Was ist mein Lieblingsbuch?

Nahezu unmöglich zu beantworten. Ich habe kein Lieblingsbuch – ich habe Lieblingsbücher. Und nicht gerade wenig davon. Es ist ein bisschen wie mit Musik. Es kommt auf die Stimmung darauf an, welches gerades Stück gerade in den persönlichen Charts Vorreiter ist.

Zu meinen Liebsten Büchern gehören: Jasmin und der Kaiser von China von Pinin Carpi. Alle Bücher von Astrit Lindgren – besonders Gebrüder Löwenherz, Ronja Räubertochter und Mio mein Mio.

Omama von Lisa Eckhard. Drei Minuten mit der Wirklichkeit von Wolfram Fleischhauer. Nachzug nach Lissabon von Pascal Mercier. Die Stadt der träumenden Bücher von Walter Moers. Gegen das Sommerlicht von Melissa Maar. Seelen von Stephanie Meier … Die Liste könnte endlos so weiter gehen.

Inzwischen gehören auch ein paar Sachbücher dazu – wie Magic Cleaning und Joy at Work von Marie Kondo.


Was macht für dich ein Buch zu einem besonderen Buch?

Schwer zu sagen. Natürlich – die schwerste aller Fragen. Nun Mio mein Mio und Gebrüder Löwenherz gehörten zu den Büchern die ich als Kind vorgelesen bekommen habe. So wie alle Werke von Astrit Lindgren. Ich halte sie einfach für ein ganz besondere Autorin. Schwer zu sagen warum es so ist. Ich denke ihre Bücher sind so sehr von Liebe und Traurigkeit erfüllt, dass sie schwer nicht zu lieben sind.

Gegen das Sommerlicht ist ein Buch, das für mich eine perfekte Liebesgeschichte schildert. Man weiss von Anfang an, wie sie aus gehen muss, doch man macht die ganze «emotionale Reise» völlig mit.

Die Stadt der träumenden Bücher – die man allein wegen dem Titel schon lieben muss, ist so liebevoll gemacht – so fassettenreich – so detailliert und niemals werde ich die «Monster» vergessen, die die Bücher «essen». (Auf strenger Lyrik-Diät im Verzicht auf die so befriedigendere Sahnetorten-Schulzen.)

Lisa Eckard liebte ich schon als Satirikerin – ihr Buch vermittelt ein so spürbarer Einblick in ein «Dorfleben» - hässlich doch irgendwie grossartig.

Marie Kondo fühle ich mich in Dankbarkeit verbunden. Ihre Bücher scheinen auf den ersten Blick nur ums Aufräumen zu gehen, gleichzeitig ist es aber viel mehr – eine Art Lebensweg. Ausserdem ist ihre Geschichte – das Beste aus dem zu machen, was man hat und was man liebt, ziemlich inspirierend.


Was macht ein Buch besonders?

Was macht ein Buch zu etwas besonderen? Schwer zu sagen.

Ist es die Geschichte? Ist es die Sprache? Sind es die Bilder die der Autor herauf beschwört, oder die besondere Gefühlstiefe zwischen den Zielen, die grossartige Nüchternheit eines beobachtungsstarken Blickes? Oder von alle die genau richtige Mischung? Oder ist es am Ende für jeder etwas anderes?

Das gilt es heraus zu finden – zum Glück gibt es noch so viele Bücher zu lesen.

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Bilder: Mary Hong